Was ist die elektronische Patientenakte?

Mit einer elektronischen Patientenakte können Sie als Versicherter und Ihre beteiligten Ärzte, Krankenhäuser, Psychotherapeuten und Apotheken Ihre persönlichen Gesundheits- und Krankheitsdaten sicher digital hochladen, speichern, verarbeiten, lesen, teilen und löschen, sobald diese technisch angebunden sind. Die Verwaltung Ihrer Daten liegt alleine bei Ihnen als Versicherter.

Die flächendeckende technische Anbindung der Ärzte, Krankenhäuser, Psychotherapeuten und Apotheken soll in 2021 abgeschlossen werden.

Für die Nutzung der elektronischen Patientenakte stellen wir Ihnen Ihre sicherheitsgeprüfte und von der gematik (Gesellschaft für Telematik) zugelassene App für Ihr mobiles Endgerät zur Verfügung. Sie können die Patientenakte der Mobil Krankenkasse für Android- oder iOS-Betriebssysteme auf Ihrem Smartphone oder Tablet installieren. 

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Wir stellen ihnen die ePA vor.

Allgemeines

Die gesetzlichen Krankenkassen sind ab dem 01.01.2021 verpflichtet, ihren Versicherten eine elektronische Patientenakte nach §291a SGB V anzubieten. Sie selbst als Versicherter sind jedoch nicht verpflichtet die elektronische Patientenakte zu nutzen.

Für Sie ist das Angebot kostenfrei, da wir die Kosten für die elektronische Patientenakte zahlen.

Mit der ePA haben Sie Zugriff auf alle Dateien und Daten die Sie selbst einstellen zzgl. der Informationen, die durch Ihre berechtigten Ärzte, Apotheken und Pychotherapeuten innerhalb der Patientenakte eingestellt werden. Nur Sie und die von Ihnen u. a. berechtigten Ärzte haben Zugriff auf Ihre Daten. Sie können z. B. Informationen unter den Ärzten austauschen, um so unnötige Doppeluntersuchungen und Fehlmedikationen zu vermeiden. 

Nein, durch die ePA erhalten Sie keinen günstigeren Versicherungstarif, weil bei gesetzlichen Krankenkassen jedes Mitglied seinen Beitrag einkommensabhängig und nicht in Abhängigkeit von seinem Gesundheitszustand oder anderen Merkmalen zahlt. 

In unserem Wahltarif cashback erhalten Sie jedoch für gesundes Verhalten bis zu 600,00 Euro zurück. Sie nehmen ganz ohne Risiko teil.

Beitragsrückerstattung

Wer zwölf Monate gesund geblieben ist, darf sich im Wahltarif cashback über eine Rückzahlung in Höhe eines Monatsbeitrags mit bis zu 600,00 Euro freuen.

Die Nutzung bringt Ihnen einige Vorteile:

  • Überblick über Ihre medizinischen Unterlagen
  • Einblick in den Verlauf der bisherigen Vorgänge Ihren Ärzten, Psychotherapeuten und Apothekern geben und somit unterstützen Sie diese bei einer individuellen Therapieentscheidung
  • Sie haben die Einsicht und Kontrolle aller Aktivitäten und somit Hoheit über Ihre Daten
  • Vermeidung von Doppeluntersuchungen

Es entstehen Ihnen keine Nachteile. Die elektronische Patientenakte ist lediglich ein Zusatzangebot, welches für Sie eine persönliche Übersicht über Ihre medizinischen Daten anbietet.

Die folgenden Inhalte können in der Patientenakte von Ihnen oder Ihren Ärzten, die bereits technisch angebunden sind, bereitgestellt werden:

  • Befunde/Diagnosen
  • Röntgenbilder
  • Therapiemaßnahmen
  • Vorsorgeuntersuchungen
  • Laborergebnisse
  • Behandlungsberichte
  • elektronische Medikationspläne
  • elektronische Notfalldaten
  • Versichertendokumente
  • elektronische Arztbriefe

Umgang mit der ePA

PATIENTENAKTE OHNE APP?

Dann rufen Sie uns an: 0800 255 0800 oder schreiben Sie uns über unser ePA-Kontaktformular.

ZUM KONTAKTFORMULAR EPA

Einige Einschränkungen gibt es:

  • keine Einsicht in gespeicherte Daten (Dokumente, Berechtigungen, Zugriffsprotokolle)
  • keine Möglichkeit zur selbstständigen Speicherung von Dokumenten
  • keine Erstellung einer Sicherheitskopie auf Ihrem eigenen Endgerät (Dokumente und Protokolle)

Sie werden nach maximal 20 Minuten Inaktivität automatisch aus der ePA-App ausgeloggt. Außer Sie machen gerade sicherheitsrelevante Eingaben (z. B. PIN-Eingabe) oder führen die Registrierung durch, dann werden sie nach maximal 10 Minuten Inaktivität aus der ePA-App ausgeloggt.

ePA ohne App? Rufen Sie uns an:

0800 255 0800

Wir können Ihnen in diesem Fall eine ePA einrichten. Wir benötigen dann von Ihnen die unterschriebenen Nutzungsbedingungen und Datenschutzerklärung. Sobald uns diese vorliegen, wird Ihre elektronische Patientenakte eingerichtet. Wenn ein Arzt Dokumente in Ihre Akte hochladen soll, können Sie dem Arzt mit Ihrer elektronischen Gesundheitskarte (eGK) und einem persönlichen PIN /PUK am Kartenterminal der Praxis berechtigen.

Wir empfehlen die folgenden Dateiformate:

  • PDF
  • JPG
  • TIFF
  • TXT
  • RTF
  • ODT
  • HL7 CDA/R2 XML

Die Maximalgröße beträgt für jedes Dokument 25 MB.

Gibt es einen maximalen Speicherplatz in der ePA?

Sie können jederzeit Ihre Dokumente aus Ihrer elektronischen Patientenakte herunterladen und drucken oder per E-Mail weiterleiten. Achten Sie allerdings darauf, dass die heruntergeladenen Dokumente in einem sicheren Ordner gespeichert werden.

Sie können einzelne Daten/Dateien oder auch die komplette elektronische Patientenakte jederzeit löschen. 

Daten können entweder von Ihnen oder nach Freigabe von Ihnen z. B. durch Ihre Ärzte gelöscht werden. 

Wenn Sie Ihr Passwort vergessen oder Ihren Zugang durch mehrmalige Falscheingabe (5 Versuche) gesperrt haben, dann können Sie sich ganz einfach online in Patientenakte ein neues Passwort vergeben.

Gehen Sie dafür die folgenden Schritte durch:

  1. Klicken Sie auf "Passwort vergessen"
  2. Geben Sie auf der nächsten Seite Sie Ihre Versichertennummer ein.
  3. Sie erhalten per E-Mail einen Bestätigungscode, den Sie auf der nächsten Seite eingeben.
  4. Vergeben Sie ein neues Passwort und bestätigen Sie den Vorgang.
  5. Geben Sie das neue Passwort ein und Sie gelangen wieder zur Startseite in der App.
  6. Neues Passwort festgelegt? Jetzt können Sie Ihre Patientenakte wieder nutzen.

Berechtigungen

 

Das Erteilen der Berechtigung erfolgt in Ihrer ePA-App, über das Kartenterminal in der Arztpraxis oder im Krankenhaus. Dabei handelt es sich um eine Einwilligung in die Datenverarbeitung. Sämtliche Berechtigungen, die Sie erteilen, werden in Ihrer elektronischen Patientenakte gespeichert und können über die PATIENTENAKTE Mobil Krankenkasse jederzeit eingesehen und bei Bedarf angepasst werden.

In der ePA-App können Sie über den Reiter "Berechtigungen" erteilen und auch wieder löschen. Wir haben Ihnen dazu eine kleine Anleitung mit Bildern erstellt.

Sie können folgenden Personengruppen berechtigen, sofern diese bereits die technischen Möglichkeiten besitzen:

  • Ärzte und Ihre Angestellten
  • Psychotherapeuten und Ihre Angestellten
  • Krankenhauspersonal
  • Apotheker und Ihre Angestellten

Folgende Personengruppen werden ab 01.01.2022 die technischen Möglichkeiten besitzen:

  • Hebammen, Entbindungspfleger, Helfer und Auszubildende
  • Pflegepersonal
  • Ärzte und andere Personen im öffentlichen Gesundheitsdienst einer Behörde
  • Fachärzte für Arbeitsmedizin und Betriebsärzte
  • Physiotherapeuten

Folgende Personengruppen werden ab 01.01.2023 die technischen Möglichkeiten besitzen:

  • Reha-Kliniken
  • Forschung

Derzeitig besteht die ePA aus zwei Dokumentenbereichen:

  • Dokumente des Versicherten
  • Dokumente von Ärzten oder Institutionen

Zurzeit können Sie nur den Zugriff auf den kompletten jeweiligen Dokumentenbereich u. a. an Ihren Arzt vergeben. Das bedeutet für Sie, dass alle Dokumente im Arzt-Bereich gelesen werden können, außer Sie entfernen diese Berechtigung vor einem neuen Zugriff wieder. Verfeinerte Berechtigungen gibt es ab 01.01.2022 in Ihrer ePA, wo Sie gezieltere Berechtigungen für u. a. Ihre Ärzte vergeben können.

Mithilfe der passenden Anwendungen kann Ihr Arzt, Psychotherapeut etc. Dokumente lesen, speichern, einstellen und herunterladen. Heruntergeladene Dokumente befinden sich dann zusätzlich lokal im System Ihres Arztes, Psychotherapeuten etc. Dokumente kann Ihr Arzt, Psychotherapeut etc. nur, wenn Sie diesem zustimmen.

Wenn Sie eigene Dokumente einstellen und Ihrem Arzt, Psychotherapeuten etc. eine Berechtigung für diesen Bereich erteilen, kann dieser die Klassifizierung des eingestellten Dokuments ändern. Allerdings tut er dies nur, wenn er die medizinische Relevanz des Dokuments erkannt hat.

Alle vertragsärztlichen tätigen Ärzte, Psychotherapeuten etc. müssen ab 01.07.2021 in der Lage sein, die elektronischen Patientenakten zu befüllen.

Die Berechtigungen für Ihren Arzt, Psychotherapeuten etc. erteilen Sie ohne ePA-App ausschließlich direkt am Kartenterminal Ihres Arztes mithilfe Ihrer elektronischen Gesundheitskarte (eGK) und Ihrer PIN/PUK.

Um einem berechtigten Arzt, Psychotherapeuten etc. den Zugriff zu entziehen, bestehen folgende Optionen:

  1. Sie können die Berechtigung für den jeweiligen Arzt, Psychotherapeuten etc. widerrufen. 
  2. Berechtigungen können neu vergeben werden. Dazu können Sie eine Mindestgültigkeitsdauer von einem Tag für die Berechtigung wählen. Nach Ablauf des Tages kann der berechtige Arzt, Psychotherapeut etc. nicht mehr auf Ihre elektronische Patientenakte zugreifen. 

Nein. Die Dokumente in der elektronischen Patientenakte sind bundesweit verfügbar und können nur untereinander (in Deutschland ansässigen Ärzten, Psychotherapeuten etc.) ausgetauscht werden.

Sie können bei Ihrem Arzt, Psychotherapeuten etc., wenn die technischen Voraussetzungen bereitgestellt werden, auf Ihre ePA zugreifen.

Bitte wenden Sie sich direkt an die Kassenärztliche Vereinigung, die für Ihren Arzt, Psychotherapeuten etc. zuständig ist. Die Zuständigkeit ist abhängig von der Postleitzahl Ihres Arztes, Psychotherapeuten etc.

Ihr Arzt will die ePA nicht nutzen?

Das einstellen von Daten in Ihre elektronische Patientenakte können Sie nach den §§ 346, 347 und 348 SGB V wünschen. Diese Paragraphen beinhalten:

  • die Unterstützung bei der erstmaligen Befüllung Ihrer elektronischen Patientenakte von Ihren Ärzten und Psychotherapeuten im Rahmen Ihrer Behandlungen und im Krankenhaus und
  •  die Unterstützung bei der Verarbeitung von arzneimittelbezogenen Daten in Ihrer elektronischen Patientenakte von Ihren Apothekern bei der Abgabe eines Arzneimittels.

Sollte sich Ihr Arzt, Psyotherapeut etc. weigern, dann wenden Sie sich hierfür an die Kassenärztliche Vereinigung, die für Ihren Arzt, Psychotherapeuten etc. zuständig ist. Die Zuständigkeit ist abhängig von der Postleitzahl Ihres Arztes, Psychotherapeuten etc.

Ihr Arzt will die ePA nicht nutzen?

Alle Aktivitäten in Ihrer elektronischen Patientenakte werden protokolliert und können von Ihnen ab der Aktivität bis zu drei Jahren eingesehen werden.

In Ihrer Patientenakte finden Sie unter "Mein Profil" Ihre Protokolle.

Zukunft in der ePA

Ab dem 01.01.2022 wird die ePA um die folgenden Inhalte erweitert:

  • Zahnbonusheft
  • Untersuchungsheft für Kinder
  • Mutterpass
  • Impfdokumentation
  • elektronische Verordnungen
  • elektronische Bescheinigung über Arbeitsunfähigkeit
  • aus Ihrer elektronischen Gesundheitskarte (eGK) übernommene Daten
  • Daten der Mobil Krankenkasse über von Ihnen in Anspruch genommenen Leistungen
  • Verfeinerte Berechtigungssteuerung zwischen verschiedenen Stufen von Berechtigungen
  • Festlegung von Vertretern und Vertreterinnen, als Berechtigung in Ihrer elektronischen Patientenakte
  • Datenmitnahme beim Wechsel Ihrer Krankenkasse
  • Abrechnungsdaten werden auf Wunsch von Ihnen durch die Mobil Krankenkasse in Ihrer elektronischen Patientenakte eingestellt

Neue Nutzer ab 01.01.2022 sind:

  • Hebammen
  • Versicherte der privaten Krankenkassen
  • Physiotherapeuten
  • Pflege
  • Öffentlicher Gesundheitsdienst
  • Arbeitsmediziner
  • Reha-Kliniken

Ab dem 01.01.2023 wird die ePA um die folgenden Inhalte erweitert:

  • Unterstützung von weiteren Dokumentenformaten. Diese sind:
    • Daten zur pflegerischen Versorgung
    • sonstige Unterlagen von Ärzten, z. B. Ernährungspläne
  • Sie können Daten aus Ihrer elektronischen Patientenakte Ihrer Mobil Krankenkasse zur Verfügung stellen, um weitere Anwendungen von Ihrer Mobil Krankenkasse angeboten zu bekommen (nur möglich, wenn es wirklich gemacht wird)
  • Möglichkeit zur Freigabe der Daten für Forschungszwecke die pseudonymisiert und verschlüsselt werden
  • Nutzung der App als Desktopclient

Neue Nutzer ab 01.01.2023 sind:

  • Reha-Kliniken
  • Forschung

Quelle: AG ePA

eGA/ePA

Alle gesetzlich Krankenversicherten haben ab dem 1.1.2021 den Anspruch auf eine elektronische Patientenakte, die sie von ihrer Krankenkasse zur Verfügung gestellt bekommen. Die Nutzung der Akte ist freiwillig. Die elektronische Patientenakte ist ein zentraler, sicherer Speicher für Gesundheitsdaten. Patienten können darin selbst Informationen ablegen und Dokumente von ihren Ärzten in ihrer Akte ablegen lassen. Versicherte haben jederzeit Zugriff auf ihre Akte und können selbst bestimmen, welche Daten sie in ihrer Akte ablegen möchten und wer darauf zugreifen darf. Sie sind der Souverän über ihre Daten und entscheiden über die Freigabe der Inhalte für Leistungserbringer.

Die elektronische Gesundheitsakte war eine freiwillige Leistung der gesetzlichen Krankenkassen für ihre Versicherten. Über die Grundfunktionalitäten der elektronischen Patientenakte hinaus konnten Krankenkassen dort Services für die Gesundheit ihrer Versicherten anbieten. Das konnten beispielsweise persönliche Impf- oder Vorsorgeempfehlungen oder Apps mit Services rund um die Gesundheit sein. Die Ausgestaltung dieses Angebots lag in der Hand der einzelnen Krankenkassen.

Die Grundfunktionalität der elektronischen Patientenakte ist für alle Versicherten standardisiert. Alle Versicherten – unabhängig bei welcher Krankenkasse sie versichert sind – können Gesundheitsdaten ablegen und Daten – bundesweit, einrichtungs- und sektorenübergreifende – mit ihren Ärzten austauschen. Services die in der Vergangenheit von Kassen im Rahmen von Gesundheitsakten umgesetzt worden sind, werden zukünftig als kassenindividuelle Zusatzfunktion der elektronischen Patientenakte angeboten.

Sonstiges

Dafür gibt es mehrere Gründe:

Nutzerorientierung: Versicherte präferieren mittlerweile mehrheitlich die mobilen Zugänge. Die Zahl derer, die keine mobilen Zugänge nutzen, nimmt täglich ab. Da stellt sich perspektivisch die Frage der Wirtschaftlichkeit.

Mobilität: Die Versicherten haben die Akte zeit- und ortsunabhängig griffbereit und sind sofort auskunftsfähig zu allen gesundheitlichen Fragen.

Sicherheit: Bei mobilen Geräten sind höhere Sicherheitsstandards deutlich einfacher umzusetzen, zum Beispiel das Scannen biometrischer Merkmale oder die Authentifizierung mittels Gerätebindung.

Handhabung: Mit dem Smartphone verwalten heute schon die meisten Versicherten Ihre Mails, Kontakte, Bankgeschäfte oder Einkäufe. Zusätzlich führen integrierte Funktionen wie das Fotografieren (von Dokumenten) zur großen Akzeptanz bei der Smartphoneverwendung.

Wirtschaftlichkeit: Jeder weitere Zugang muss entwickelt und gepflegt werden. Das erhöht die Kosten, die die Versichertengemeinschaft bezahlt.

Es wird niemand diskriminiert. Auch Versicherte ohne Smartphone können eine ePA nutzen. Wenden Sie sich dazu an direkt an uns. Sie erhalten eine Teilnahmeerklärung mit den Nutzungsbedingungen und der Datenschutzerklärung. Wenn die unterschrieben bei der Krankenkasse vorliegt, wird eine ePA für Sie eingerichtet. Beim nächsten Arztbesuch können Sie in der Praxis Ihre ePA nutzen und der Arzt kann das gewünschte Dokument in Ihre Akte hochladen. Notwendig hierfür sind Ihre bisherige elektronische Gesundheitskarte (eGK) und eine persönliche PIN von der Mobil Krankenkasse. Diese nutzen Sie, um selbstständig am Kartenterminal in der Praxis die Zugriffsberechtigung zu erteilen.

Rufen Sie uns an: 0800 255 0800

Weil von der Vernetzung der Informationen im Gesundheitswesen alle profitieren werden. Schneller vorliegende medizinische Informationen führen zu besseren Entscheidungsgrundlagen bei der ärztlichen Behandlung. Fundierte und umfassende Anamneseinformationen erleichtern Therapieempfehlungen und verhindern belastende Doppeluntersuchungen.

Für die Versicherten mit einer ePA wird das Sammelsurium von Zahnbonusheft, Impfausweis, Mutterschaftspass, U-Untersuchungsheft etc. perspektivisch ein Ende haben. Alles liegt zentral und jederzeit abrufbar sicher in der ePA.

Und mit der freiwilligen Freigabe von Daten zu Forschungszwecken ist es ab 2023 möglich, dass sich ganz neue Ansätze bei der Erforschung seltener Erkrankungen finden lassen.

Weil diese Ansätze nur funktionieren, wenn sie für alle Versicherten bereitstehen, hat der Gesetzgeber alle Kassen dazu verpflichtet, eine ePA ab dem 01.01.2021 zur Verfügung zu stellen.

Es gibt zwei Grundprinzipien bei jeder Entwicklung von neuen Angeboten:

  1. Man entwickelt so lange, bis alles so fertig ist, wie man es sich ursprünglich vorgestellt hat. Das dauert Jahre und in der Zwischenzeit haben sich ggf. der Markt und die Bedürfnisse der Nutzer verändert.
  2. Man entwickelt eine Grundfunktionalität, die schneller fertig ist und die der Versicherte schon einmal nutzen kann. Parallel entwickelt man immer weitere nützliche Funktionalitäten und ergänzt sie. Aufgrund von Rückmeldungen der Nutzer erhält man schnell Erkenntnisse über den Bedarf und kann die Entwicklung flexibel anpassen.

Der skizzierte 2. Weg wird bei der ePA gegangen. Die Versicherten können Dokumente von Ärzten / Institutionen bereits 2021 mitnehmen und sie anderen zur Verfügung stellen. Notfalldaten und der eMedikationsplan stehen so bereits für alle Nutzer zur Verfügung und werden in den darauffolgenden Jahren schrittweise um Impfausweis, Zahnbonusheft, Mutterpass und Untersuchungsheft für Kinder ergänzt.

Nein. Dieses Prinzip wird nur von einigen Privatversicherern angeboten. Bei gesetzlichen Krankenkassen zahlt jedes Mitglied den Beitrag einkommensabhängig und nicht in Abhängigkeit von seinem Gesundheitszustand oder anderer Merkmale.

Die Kassen erhalten Abrechnungsinformationen und keine weitergehenden medizinischen Informationen, wie Befunde, Arztbriefe, Laborergebnisse etc., die für Ihre weitere Behandlung relevant sein können und deshalb Teil Ihrer ePA sein sollten. Diese Informationen kann Ihnen nur der behandelnde Arzt zur Verfügung stellen.

Die Krankenkassen sind verpflichtet, falls Sie es nicht bereits im Rahmen einer elektronischen Gesundheitsakte (eGA) tun, die Abrechnungsinformationen ab 01.01.2022 in Ihre ePA zu überspielen, wenn Sie als Versicherter dies wünschen. Auch hier sind die gesetzlichen Speicher- und Löschfristen zu beachten, so dass nur Daten - je nach Leistungsbereich - der letzten vier bis sechs Jahre zur Verfügung stehen werden.

Kassenwechsel

Derzeitig müssen Sie bei einem Krankenkassenwechsel die elektronische Patientenakte bei der neuen Kasse beantragen bzw. eröffnen. Die Daten werden nicht automatisch übernommen bis Ende 2021. Das bedeutet für Sie, dass Sie die Datenübertragung selbst vornehmen müssen. Hierzu laden Sie sich die Daten aus der aktuellen Patientenakte auf Ihr Endgerät (Smartphone) herunter. Anschließend können Sie die heruntergeladenen Daten in die elektronische Patientenakte der neuen Krankenkasse hochladen. 

Wir beraten Sie gern, rufen Sie uns an: 0800 255 0800

Ab 01.01.2022 wird die Übertragung bei einem Kassenwechsel dann automatisch möglich sein.

Ab 01.01.2022 werden die Daten automatisch bei einem Kassenwechsel übertragen.

Ihre Daten sind exportierbar und können daher jederzeit von Ihnen heruntergeladen werden. Bei einer neuen Krankenkasse können Sie sich eine neue elektronische Patientenakte eröffnen und die Daten hochladen. Sollte der Betreiber insolvent gehen, können wir einen neuen Betreiber beauftragen, der Ihre Daten übernimmt.

Kündigung

Ja, Sie können jederzeit Ihre elektronische Patientenakte kündigen. Die Frist hierfür beträgt ab Eingang der Kündigung einen Monat zum Monatsende. Innerhalb dieser Frist, sollten Sie Ihre Daten downloaden, wenn Sie diese behalten möchten. Die Mobil Krankenkasse wird nach Ablauf der Kündigungsfrist Ihre Daten in Ihrer ePA löschen.

Sie müssen die erteilte Einwilligung zur Nutzung der ePA gegenüber Ihrer Mobil Krankenkasse widerrufen. Diese Kündigung der elektronischen Patientenakte bzw. der Widerruf der Einwilligung zur Nutzung der elektronischen Patientenakte kann bspw. über die ePA-App selbst erfolgen. Wenn Sie Fragen zum genauen Vorgehen haben rufen Sie uns an: 0800 255 0800

Sie können Ihre Kündigung innerhalb der Kündigungsfrist (bei Eingang der Kündigung einen Monat zum Monatsende) widerrufen.

Alle Inhalte Ihrer elektronischen Akte (Dokumente, erteilte Berechtigungen und Protokolleinträge) werden gelöscht. 

Ihre Dokumente und Protokolldaten aus der ePA können Sie vor der Löschung Ihrer Patientenakte auf Ihrem Endgerät sichern.

Eine spätere Wiederherstellung Ihrer Daten aus der elektronischen Patientenakte ist nicht möglich.