Mehr als nur Mitbewohner: Warum tun Haustiere uns gut?

Was macht die Beziehung zu Hund, Katze & Co. so besonders?

Mann schaut sorgenvoll auf sein Handy.

Mehr als nur Mitbewohner: Warum tun Haustiere uns gut?

Ob Hund, Katze oder ein anderes Haustier: Für viele sind sie aus dem Alltag kaum wegzudenken. Doch warum wachsen uns Tiere so ans Herz und welche Wirkung kann das Zusammenleben mit ihnen auf unsere Gesundheit haben?

Es wartet auf dich, wenn du nach Hause kommst, begrüßt dich auf seine ganz eigene Art und sucht deine Nähe: Ein eigenes Haustier kann den Alltag in vielerlei Hinsicht bereichern. Fest steht aber auch: Ein tierischer Mitbewohner bringt Verantwortung und Verpflichtungen mit sich.

Weshalb uns Haustiere so schnell ans Herz wachsen

Wer allein lebt oder die Stadt gewechselt hat, freut sich oft besonders über die Gesellschaft eines tierischen Mitbewohners. Gemeinsames Spielen, Kuscheln und die tägliche Versorgung können eine enge Beziehung entstehen lassen. So wird ein Haustier für viele zu einem wichtigen Bezugspunkt im Alltag und kann dazu beitragen, dass man sich weniger allein fühlt.

Wie Haustiere auf die psychische Gesundheit wirken

Gerade in belastenden Phasen wie vor Prüfungen oder bei Liebeskummer kann ein Haustier Trost spenden und beruhigen. Dabei spielen unter anderem Hormone eine Rolle: Studien zeigen, dass beim Kontakt zwischen Mensch und Hund mehr Oxytocin ausgeschüttet und gleichzeitig der Cortisolspiegel gesenkt werden kann. [1] Oxytocin fördert das Gefühl von Nähe und Verbundenheit. Cortisol schüttet der Körper dagegen verstärkt aus, wenn wir unter Stress stehen. Beides kann dazu beitragen, dass wir uns ruhiger fühlen.

Wichtig dabei: Ein Haustier macht nicht automatisch glücklicher und ist kein Ersatz für menschliche Unterstützung oder professionelle Hilfe bei psychischen Problemen.

 

Tun Haustiere auch dem Körper gut?

Vieles spricht dafür, dass Haustiere nicht nur die Psyche, sondern auch die körperliche Gesundheit positiv beeinflussen. So gibt es Hinweise darauf, dass auch Blutdruck und Herz davon profitieren können.[2] Wie groß diese Wirkung tatsächlich ist, lässt sich allerdings schwer sagen, denn Menschen mit Haustier unterscheiden sich oft auch in ihrem Lebensstil von Menschen ohne Haustier. Bei Hundebesitzern kommt ein recht naheliegender Effekt hinzu: Gassirunden sorgen ganz nebenbei für mehr Bewegung.

Wie Haustiere im Alltagschaos helfen können

Füttern, spielen oder pflegen: Haustiere haben Bedürfnisse, die regelmäßig erfüllt werden müssen. Gerade wenn Stundenpläne, Arbeitszeiten und Freizeitaktivitäten ständig wechseln, geben solche festen Aufgaben dem Tag einen verlässlichen Rahmen. Gleichzeitig übernimmst du Verantwortung und merkst, dass deine Fürsorge zählt. Ein anderes Lebewesen braucht dich. Auch dieses Gefühl kann zum Wohlbefinden beitragen.

Passt ein Haustier wirklich zu deinem Leben?

Wer sich für ein Haustier entscheidet, übernimmt meist für viele Jahre Verantwortung. Gerade in den Zwanzigern kann sich schnell viel ändern, von der nächsten WG über das Auslandssemester bis zum ersten Vollzeitjob. Ein Haustier muss auch dann noch in dein Leben passen und gut versorgt sein. Ein Tier nur anzuschaffen, weil du dich weniger allein fühlen möchtest, ist keine gute Idee. Denn so viel ein Haustier dir geben kann, es ist genauso auf dich angewiesen.

Was solltest du vor der Anschaffung eines Haustiers klären?

Bevor ein Tier bei dir einzieht, sollte geklärt sein, ob seine Bedürfnisse auf Dauer zu deinem Leben passen. Diese Fragen helfen bei der Entscheidung:

  • Bleibt langfristig genug Zeit für Pflege und Beschäftigung?
  • Passen Tier und artgerechte Haltung zur Wohnsituation?
  • Reicht das Budget auch für unerwartete Tierarztkosten?
  • Wer übernimmt die Betreuung bei Urlaub oder Krankheit?
  • Funktioniert die Versorgung auch bei einem neuen Job oder Wohnort?

FAQ: Haustiere und Gesundheit

Sie können sich positiv auf Psyche und Körper auswirken. Wie stark diese Wirkung ist, unterscheidet sich von Mensch zu Mensch und ist wissenschaftlich nicht in allen Punkten eindeutig.

Nicht automatisch. Ein Haustier kann Nähe, Freude und Gesellschaft bringen und so zum Wohlbefinden beitragen.

Tiere können Veränderungen in Stimme, Verhalten und Körpersprache wahrnehmen und darauf reagieren. Ob sie wirklich verstehen, wie wir uns fühlen, ist allerdings unklar.

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