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Gesundheit 02/2022
Frau führt ein Videotelefonat mit ihrem Arzt durch.

Parkinson: Symptome lindern mit der optimalen Therapie

Die Parkinson-Krankheit zählt in Deutschland zu den häufigsten Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Wir klären über Symptome und Ursachen auf und stellen Ihnen eine neuartige Therapie auf Basis von Telemedizin vor, die Sie als Versicherte kostenlos in Anspruch nehmen können.

Allein in Deutschland sind aktuell etwa 380.000 Menschen von Morbus Parkinson betroffen.¹ Bei Parkinson-Patienten sterben jene Nervenzellen im Gehirn, die den Botenstoff Dopamin produzieren, nach und nach ab. Dopamin ist dafür zuständig, Signale zwischen den Nervenzellen weiterzuleiten, und steuert so unter anderem unsere Muskelfunktionen. Mit der Zerstörung der Zellen entfällt diese wichtige Funktion. Das führt dazu, dass die Koordination und Bewegungsfähigkeit der Betroffenen nach und nach schwindet. In den meisten Fällen wird die Erkrankung bei Menschen diagnostiziert, die zwischen 50 und 60 Jahre alt sind, jede zehnte betroffene Person stellt jedoch bereits vor dem 40. Lebensjahr erste Symptome fest. Parkinson gilt bis heute als eine unheilbare Krankheit.

Diese Symptome deuten auf Parkinson hin

Oft werden die ersten Anzeichen von Parkinson gar nicht bemerkt oder als normale Alterserscheinung betrachtet. So kann es zum Beispiel sein, dass die Feinmotorik nachlässt und alltägliche Vorgänge wie die Körperpflege und das Ankleiden länger dauern. Auch die Handschrift verändert sich. Bei vielen Menschen nimmt die Mimik ab. Oft ist zudem der Geruchssinn gestört. Betroffene sind häufig müde und abgeschlagen. Als wichtigstes Frühzeichen gilt die sogenannte REM-Schlaf-Verhaltensstörung, die durch lebhafte Träume und körperliche Aktivität wie Treten oder Schreien im Traumschlaf gekennzeichnet ist.

Im fortgeschrittenen Stadium treten dann typische Parkinson-Symptome auf, die die Erkrankung deutlicher erkennbar machen. Hierzu zählen das Zittern (Tremor), weitere Bewegungsstörungen wie Steifheit der Muskeln (Rigor), verlangsamte Bewegungen (Bradykinese) und Gleichgewichtsstörungen (posturale Instabilität). Im Verlauf der Erkrankung werden diese immer ausgeprägter.

Untersuchungen und Gespräche führen zur Diagnose

Um seine Diagnose zu stellen, führt der Arzt eine Kombination von Untersuchungen durch. Hinzu kommt ein ausführliches Gespräch über die Beschwerden und die bisherige Krankheitsgeschichte. Um andere Erkrankungen auszuschließen, wird manchmal auch eine Computertomografie (CT) oder eine Kernspintomografie (MRT) durchgeführt.

Nur selten sind Ursachen zu finden

Was dazu führt, dass bei Parkinson-Patienten die Nervenzellen zerstört werden, ist noch nicht wissenschaftlich erwiesen. Lediglich bei dem selteneren symptomatischen Parkinsonsyndrom konnten verschiedene Ursachen gefunden werden, beispielsweise Hirndurchblutungsprobleme, stoffwechselbedingte Krankheiten, Vergiftungen oder bestimmte Medikamente. Unklar ist bis heute, was das am weitesten verbreitete idiopathische Parkinsonsyndrom auslöst, unter dem etwa 80 Prozent der Betroffenen leiden. Fest steht lediglich, dass das Risiko einer Erkrankung mit zunehmendem Alter ansteigt.

Medikamente als zentraler Bestandteil der Parkinson-Therapie

Parkinson wird in erster Linie mit Medikamenten behandelt. Diese können helfen, das fehlende Dopamin zu ersetzen, und so oftmals die Symptome lindern. Das Fortschreiten der Krankheit können Medikamente jedoch nicht aufhalten, sodass ihre Wirkung mit der Zeit nicht mehr ausreicht und sowohl die Art als auch die Dosierung immer wieder angepasst werden muss. Meist üben Betroffene zudem, im Rahmen einer begleitenden Ergotherapie, Alltagsbewegungen und -tätigkeiten auszuführen. Eine Physiotherapie kann dabei helfen, die eingeschränkte Bewegungsfähigkeit auszugleichen und gleichzeitig zu verbessern. Wird die Sprache undeutlicher, kommt oft auch eine Sprachtherapie infrage.

Höhere Lebensqualität durch die videobasierte Telemedizin

Sie haben selbst die Diagnose Parkinson erhalten und wünschen sich eine optimale Behandlung? Dann ist vielleicht eine neuartige Therapie auf Basis einer telemedizinischen Betreuung das Richtige für Sie. Die Mobil Krankenkasse bietet Ihnen die Teilnahme bundesweit kostenlos an. Ein wesentlicher Bestandteil dieses umfangreichen Versorgungskonzepts ist die videounterstützte Parkinson-Therapie. Diese wird auf Anraten Ihres behandelnden Neurologen angewendet und ersetzt die typische stationäre Krankenhausaufnahme zur Medikamentenanpassung. Zu Beginn dieser max. 30-tägigen Behandlung erhalten Sie eine mobile Beobachtungseinheit, die bei Ihnen zu Hause installiert wird und Ihnen visuell und akustisch spezielle Übungen zur Nachahmung vermittelt. Sie entscheiden somit ganz individuell, wann Sie eine Aufzeichnung durchführen möchten. Ihre Videosequenzen werden sorgfältig von Ihrem behandelnden Neurologen mit einem Parkinson-Spezialisten besprochen. Auf diese Weise profitieren Sie von einer Behandlung, die nicht nur auf punktuellen Untersuchungen im Krankenhaus basiert, sondern auf einer kontinuierlichen Betreuung. Dies hat den großen Vorteil, dass der Therapieverlauf langfristig günstig beeinflusst wird. Spätschäden durch mögliche Fehlmedikationen werden damit minimiert. Auch nach der erfolgreichen Anpassung steht Ihnen ein Ansprechpartner bei all Ihren Fragen rund um Ihre Parkinson-Erkrankung dauerhaft zur Seite.

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Sie sind seit Kurzem an Parkinson erkrankt?

Auch in diesem Fall werden Ihnen und Ihren Angehörigen gern entsprechende Unterstützungsangebote zur Verfügung gestellt. Wie Sie an der telemedizinischen Versorgung teilnehmen können, erfahren Sie auf unserer Webseite.

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