Milchzähne: Grundlage für das gesunde Gebiss Ihres Kindes
„Milchzähne sind nicht so wichtig“, lautet eine weitverbreitete Annahme. Falsch! Sie bilden das Fundament für ein gesundes Gebiss und sollten von Anfang an sorgfältig gepflegt werden. Die erste Zahnvorsorge beginnt bereits ab dem sechsten Lebensmonat.
Schon der erste Milchzahn muss regelmäßig geputzt werden. Denn Milchzähne haben eine deutlich dünnere Zahnschmelzschicht als bleibende Zähne und sind deshalb besonders anfällig für Karies. Sind Milchzähne betroffen, kann dies auch die Gesundheit der nachfolgenden Zähne beeinträchtigen.
Milchzähne haben außerdem eine wichtige Platzhalterfunktion. Gehen sie aufgrund von Karies zu früh verloren, können sich benachbarte Zähne verschieben. Dadurch kann später eine kieferorthopädische Behandlung notwendig werden. Ein vorzeitiger Verlust der oberen Schneidezähne kann zudem die Sprachentwicklung des Kindes beeinträchtigen.
Bei der Zahnvorsorge unterstützen wir Sie: Die Mobil Krankenkasse übernimmt die Kosten der gesetzlichen zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen FUZ1 bis FUZ6.
Zahnärztliche Früherkennungsuntersuchungen FUZ1 bis FUZ6
Bei den zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen wird geprüft, ob Zähne, Mund und Kiefer Ihres Kindes gesund sind. Außerdem erhalten Eltern eine altersgerechte Beratung zur Zahnpflege, Ernährung und Fluoridanwendung.
| Untersuchung | Alter des Kindes | Was wird untersucht und besprochen? |
|---|---|---|
| FUZ1 | 6. bis 9. Lebensmonat | Eingehende Untersuchung zur Feststellung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten. Erhebung des Ernährungsverhaltens, insbesondere des Nuckelflaschengebrauchs, sowie des Zahnpflege- und Fluoridierungsverhaltens der Eltern. Außerdem werden Empfehlungen zur Mundhygiene und zur Fluoridanwendung gegeben. |
| FUZ2 | 10. bis 20. Lebensmonat | Untersuchungs- und Beratungsinhalte wie bei FUZ1. |
| FUZ3 | 21. bis 33. Lebensmonat | Untersuchungs- und Beratungsinhalte wie bei FUZ1. |
| FUZ4 | 34. bis 48. Lebensmonat | Eingehende Untersuchung zur Feststellung von Zahn-, Mund- und Kieferkrankheiten sowie Einschätzung des Kariesrisikos. Beratung zu Ernährung und Mundhygiene sowie Empfehlung geeigneter Fluoridierungsmaßnahmen. |
| FUZ5 | 49. bis 60. Lebensmonat | Untersuchungs- und Beratungsinhalte wie bei FUZ4. |
| FUZ6 | 61. bis 72. Lebensmonat | Untersuchungs- und Beratungsinhalte wie bei FUZ4. |
Seit Januar 2026 werden die sechs zahnärztlichen Früherkennungsuntersuchungen FUZ1 bis FUZ6 im Gelben Heft dokumentiert. Die Mobil Krankenkasse übernimmt die Kosten dieser gesetzlichen Untersuchungen.
Schnuller, Nuckelflasche und Karies
Karies verursachende Bakterien können durch Speichelkontakt auf das Kind übertragen werden. Etwa durch Küsse auf den Mund oder wenn der Schnuller zum „Reinigen“ abgeleckt wird. Auf Dauer lässt es sich zwar nicht verhindern, dass Bakterien in den Mund des Kindes gelangen. Schnuller oder Löffel sollten dennoch möglichst nicht von Erwachsenen abgeleckt werden.
Besonders anfällig für Karies sind Kleinkinder, die permanent an einer Flasche mit Saft, gesüßtem Tee oder anderen zuckerhaltigen Getränken nuckeln. Denn Karieserreger lieben Zucker. Durch das andauernde Umspülen der Zähne produzieren diese Mikroorganismen schädliche Säuren, die zur sogenannten Nuckelflaschenkaries führen und die Zahnsubstanz angreifen können.
Eltern sollten daher beim Einkauf darauf achten, dass Kindergetränke keinen Zucker enthalten. Generell gilt aber: Langfristig schützt Milchzähne nur eine konsequente Kariesprophylaxe.
Keine Chance für Karies
Die wichtigste vorbeugende Maßnahme ist das Putzen ab dem Durchbruch des ersten Milchzahns. Kinderzahnärzte raten, zweimal täglich die Zähne mit einer fluoridhaltigen Kinderzahnpasta zu reinigen – morgens und abends. Der passende Fluoridgehalt für Kinder liegt bei 1.000 ppm (parts per million).
Eltern sollten zudem darauf achten, dass die Zahnpasta möglichst neutral schmeckt. Fruchtgeschmack kann zum Verschlucken verleiten. Aber keine Sorge: Kleine verschluckte Mengen Zahnpasta schaden in der Regel nicht. Bis zum zweiten Geburtstag genügt eine reiskorngroße Menge Kinderzahnpasta pro Putzvorgang. Ab dem zweiten Geburtstag wird eine erbsengroße Menge verwendet. Empfehlenswert sind spezielle Kinderzahnbürsten mit weichen Borsten oder Fingerzahnbürsten.
KAI-Zahnputztechnik
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