Mobil Krankenkasse ermöglicht Meniskustransplantation im Rahmen eines Selektivvertrags
Innovatives Vertragsangebot in München
Hamburg, 24.02.2026 – Zum Jahresbeginn hat die Mobil Krankenkasse ihr Vertragsangebot mit dem OCM Orthopädisch Chirurgischen Versorgungszentrum München (OCM) deutlich erweitert. So wurde der Katalog planbarer Operationen von 53 auf 85 Leistungen ausgebaut. Neu aufgenommen wurde unter anderem die Meniskustransplantation, welches ein hochspezialisiertes Verfahren darstellt.
Damit ist die Mobil Krankenkasse die erste gesetzliche Krankenkasse, die diesen Eingriff im Rahmen einer besonderen vertraglichen Vereinbarung mit einem spezialisierten Zentrum anbietet.
Der seit 2018 bestehende Vertrag umfasst operative Behandlungen an Knie, Hand, Schulter, Hüfte, Ellenbogen, Fuß und Wirbelsäule. Das Ziel besteht darin, medizinisch anspruchsvolle, innovative Eingriffe qualitätsgesichert und strukturiert ambulant, kurzstationär oder stationär zugänglich zu machen.
Gezielte Innovation mit klarer Indikationsstellung
„Mit der Erweiterung unseres Vertrags stärken wir die Versorgung dort, wo sie besonders anspruchsvoll ist“, sagt Tanja Euhus, Bereichsleitung Innovationen/Versorgung bei der Mobil Krankenkasse. „Gerade jüngere Versicherte mit komplexen Knieproblemen profitieren von spezialisierten Behandlungsangeboten. Entscheidend sind eine sorgfältige medizinische Prüfung und erfahrene Operateure.“
Eine Meniskustransplantation kommt für Patientinnen und Patienten infrage, bei denen die Meniskuswurzel oder die Randleiste nicht mehr vorhanden ist. Bei diesen Patientinnen und Patienten kann kein künstlicher Meniskus eingesetzt werden, sondern nur ein Transplantat. Der Eingriff ist nur unter bestimmten Voraussetzungen möglich. Hierzu zählen beispielsweise ein stabiles Kniegelenk, eine gerade Beinachse und ein Alter von unter 50 Jahren.
Ziel des Eingriffs ist es, die Belastbarkeit des Kniegelenks zu verbessern und Folgeschäden möglichst zu begrenzen. In geeigneten Fällen kann so der Einsatz eines künstlichen Kniegelenks hinausgezögert oder möglicherweise sogar vermieden werden.
Spezialisiertes Verfahren für eine kleine Patientengruppe
„Die Meniskustransplantation ist kein Routineeingriff, sondern eine sehr spezialisierte Therapie für ausgewählte Fälle“, erklärt Prof. Dr. med. Philipp Niemeyer, Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie und Spezialist für die Kniechirurgie am OCM Orthopädisch Chirurgischen Versorgungszentrum München. „Wenn wichtige Strukturen des Meniskus nicht mehr vorhanden sind, kann Spendergewebe dabei helfen, die Funktion des Kniegelenks wieder zu stabilisieren. Voraussetzung dafür sind eine präzise Diagnostik und eine sorgfältige Auswahl der Patientinnen und Patienten.“
In Deutschland werden derzeit jährlich rund 40 bis 50 dieser Eingriffe durchgeführt. Auch am OCM bleibt die Zahl aufgrund der engen medizinischen Voraussetzungen und der begrenzten Verfügbarkeit von geeignetem Spendergewebe überschaubar.
Versorgung ausschließlich im Rahmen des Vertrags
Die Behandlung erfolgt ausschließlich auf Grundlage einer vertraglichen Vereinbarung zwischen der Mobil Krankenkasse und dem OCM Orthopädisch Chirurgischen Versorgungszentrum München vor Ort in München. Vor dem Eingriff werden die individuellen medizinischen Voraussetzungen geprüft.