Ausgaben Navigation

Ausgabe 01/2021
Gesundheit 01/2021
Eine Zecke krabbelt über einen Grashalm, der von einer Hand gehalten wird.

Risiko Zeckenstich: Jetzt einen Termin für Ihre FSME-Impfung sichern

Auch wenn sie noch so klein sind: Zecken können schwere Krankheiten wie Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) übertragen. Eine Impfung bietet wirksamen Schutz. Lesen Sie hier, wer sich jetzt einen Impftermin holen sollte.

In der Öffentlichkeit dreht sich aktuell alles um die COVID-19-Impfung. Allzu leicht gerät da in Vergessenheit, dass es noch andere wichtige Schutzimpfungen gibt, die man nicht aus den Augen verlieren sollte. Eine von ihnen ist die Impfung gegen FSME – eine Virusinfektion, die durch Zecken auf den Menschen übertragen werden kann.

​​​​​​​FSME – eine Krankheit mit vielen Gesichtern

Bei den meisten Betroffenen verläuft eine FSME-Erkrankung relativ glimpflich – rund eine Woche nach dem Zeckenstich verspüren sie grippeähnliche Beschwerden wie Fieber, Kopfschmerzen und Schwindel, die von allein wieder verschwinden. Bei einem Teil der Erkrankten folgt jedoch eine zweite Krankheitsphase, die sich durch eine Entzündung der Hirnhäute, des Gehirns und in einigen Fällen sogar des Rückenmarks äußern kann. Neben hohem Fieber treten dann Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Ausfälle des Nervensystems auf. Schwere Verläufe können auch mit Schluck- und Sprechstörungen, einer Lähmung der Arme und Beine und sogar Atemlähmungen einhergehen. Es besteht die Gefahr, dass die Beschwerden dauerhaft anhalten. Da es keine spezifische Therapie gegen FSME gibt und lediglich die Symptome behandelt werden können, ist eine Impfung der beste Schutz gegen die Krankheit.

Eine frühzeitige Impfung bietet sicheren Schutz

Zecken, die das FSME-Virus übertragen, kommen in vielen europäischen Ländern vor – auch in Deutschland. Allerdings ist hierzulande das Risiko, sich mit dem FSME-Erreger zu infizieren, nicht überall gleich groß. Das Robert Koch-Institut (RKI) weist auf seiner Webseite die aktuellen FSME-Risikogebiete in Deutschland aus. Wer in einem dieser Gebiete lebt, sollte sich auf jeden Fall gegen FSME impfen lassen. Die Impfung kann in diesem Fall einfach über die elektronische Gesundheitskarte (eGK) abgerechnet werden. Kosten fallen für Sie nicht an. Aber auch, wer sich vorübergehend in einem der Risikogebiete aufhält, sollte sich gegen FSME impfen lassen. In diesem Fall übernehmen wir die Kosten anteilig zu 80 Prozent. Alle Informationen rund um die FSME-Impfung haben wir auf unserer Webseite zu für Sie zusammengestellt.

Für einen kompletten Impfschutz sind insgesamt drei Impfungen nötig, bereits nach zwei Impfungen besteht aber ein zeitlich begrenzter Schutz, der zum Beispiel für Urlaubsreisen ausreicht. Auffrischungsimpfungen werden je nach Alter und Impfstoff alle drei bis fünf Jahre empfohlen. Da die Mehrzahl der FSME-Erkrankungen zwischen Mai und Oktober stattfindet, empfiehlt es sich, möglichst früh im Jahr mit den Impfungen zu beginnen.

Zecken übertragen auch Borreliose

Neben FSME können Zecken mit der Borreliose eine weitere schwere Krankheit übertragen. Sie wird durch Bakterien verursacht und tritt in allen Teilen Deutschlands auf. Unbehandelt kann eine Borreliose zu chronischen Schädigungen unter anderem des Herzens, der Nerven und der Gelenke führen. Eine Impfung gegen Borreliose gibt es zwar nicht, doch mit Antibiotika kann sie gut therapiert werden. Hinzu kommt: Die Erreger der Borreliose (Borrelien) gehen meist erst nach einer mehrstündigen Saugzeit der Zecke auf den Menschen über. Wenn die Zecke also früh genug entfernt wird, ist die Wahrscheinlichkeit, sich überhaupt mit Borrelien zu infizieren, gering. Gegen die FSME ist diese Maßnahme leider nicht so wirksam, da die FSME-Viren schon zu Beginn des Zeckenstichs übertragen werden können.

So schützen Sie sich noch vor Zeckenstichen

Eine FSME-Impfung ist nicht die einzige Möglichkeit, das Risiko einer Infektion zu vermeiden. Da Zecken häufig im Gras, Gebüsch oder Unterholz sitzen, empfiehlt sich bei Aufenthalten in der Natur das Tragen langer Hosen und Ärmel sowie fester Schuhe. Noch besser ist es, die Hosenbeine in die Strümpfe zu stecken. Zecken krabbeln meist eine Weile auf dem Körper umher, bis sie eine passende Einstichstelle gefunden haben. Nach dem Aufenthalt im Freien sollten Sie Ihre Kleidung und den gesamten Körper deshalb sorgfältig nach Zecken absuchen, um sie möglichst noch vor dem Stechen zu entfernen.

 

info image

Wenn die Zecke abends oder am Wochenende sticht, hilft die TeleClinic:

In der Natur unterwegs sind wir meistens abends nach der Arbeit oder am Wochenende. Finden wir dann nach einem ausgedehnten Waldspaziergang oder einem Picknick im Gras eine festsitzende Zecke an uns oder unseren Liebsten, kommen schon mal Fragen auf. Unser Partner TeleClinic, Deutschlands führender Anbieter für Online-Arztgespräche, kann sie Ihnen beantworten. An sieben Tagen in der Woche und rund um die Uhr stehen Ihnen die Fachärzte von TeleClinic per Videogespräch zur Verfügung. 
Lesen Sie hier alle Informationen über die TeleClinic und Ihre Vorteile als Versicherte der Mobil Krankenkasse.

Eine Gruppe Wanderer wandert durch die Alpen bei Saalbach in Österreich.
Vorheriger artikel
Zu gewinnen: Wandern und Biken in malerischer Berglandschaft
Ein Mädchen im Teenageralter sitzt auf einem Bett und schreibt in ein Schulheft.
Nächster artikel
Distanzunterricht in Corona-Zeiten: Fluch oder Segen?

Newsletter bestellen und informiert bleiben

Aktiv-Prämie, erweiterte Früherkennungs- und Vorsorgeangebote, Fitnessstudio-Rabatte oder Ernährungskurse: In vollem Umfang von unseren zahlreichen Zusatzleistungen und Angeboten profitieren kann nur, wer informiert bleibt. Abonnieren Sie hier unseren kostenlosen Newsletter und lassen Sie sich bis zu 4 x jährlich über Leistungs- und Serviceangebote sowie rund um die Themen Sport, Familie oder Gesundheit im Job informieren.

Gesundheit 01/2021
Ein Hefezopf liegt hübsch drapiert auf einem Tisch.

Zöliakie – kein Trend, sondern eine Autoimmunerkrankung

„Ach, du musst glutenfrei essen? Das mach ich jetzt auch! Das soll ja so gesund sein!“ Menschen, die an Zöliakie erkrankt sind, haben oftmals nur ein müdes Lächeln für Leute übrig, die aus modischen Gründen auf Gluten verzichten. Denn Zöliakie ist alles andere als eine Trenderscheinung, sondern eine chronische Systemerkrankung, die zu den Autoimmunerkrankungen zählt. Sie beruht auf einer Unverträglichkeit des Klebereiweißes Gluten, das in vielen Getreidesorten, wie z. B. Weizen, Roggen, Dinkel, Grünkern oder auch Gerste vorkommt.

Mitglieder werben Mitglieder

Sie sind zufrieden mit der Mobil Krankenkasse? Dann empfehlen Sie uns doch einfach weiter. Als Dankeschön erhalten Sie für jedes geworbene Mitglied von uns 25,00 Euro.