Kostenübernahme für die Grippe­schutz­impfung

Für einige Personengruppen kann eine Grippe sehr gefährlich werden. Die STIKO empfiehlt eine jährliche Impfung für Menschen über 60 Jahren. Auch Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit bestehenden Erkrankungen wie zum Beispiel chronischen Lungen-, Herz-Kreislauf-, Leber- und Nierenerkrankungen sowie Diabetes mellitus und anderen Stoffwechselerkrankungen, Immunschwäche oder einer HIV-Infektion sollten sich regelmäßig impfen lassen. Gleiches gilt für Bewohner von Alters- und Pflegeheimen. Bei diesen Personengruppen kann die Grippeschutzimpfung über die elektronische Gesundheitskarte (eGK) abgerechnet werden.

Übersicht aller Schutzimpfungen

Gut geschützt durch die Grippe-Saison

  • Prüfen Sie, ob Sie zu den besonders gefährdeten Personengruppen gehören.
  • Erneuern Sie gegebenenfalls jährlich im Herbst Ihren Impfschutz.
  • Keine Risikogruppe? Reichen Sie Ihre Rechnung für die anteilige Kostenerstattung ein.

Grippeschutzimpfung für alle

Gehören Sie dieser Risikogruppe nicht an und möchten sich trotzdem gegen Grippe impfen lassen, werden die Kosten als Satzungsleistung für den Impfstoff in Höhe von 80 % erstattet und für die ärztliche Leistung der Betrag, der bei der vertragsärztlichen Leistung entstanden wäre. Bitte reichen Sie die Arztrechnung zur Erstattung bei uns ein. Für eine Impfung entstehen Kosten von insgesamt ca. 60,00 Euro (Impfstoff und ärztliche Behandlung). Für Sie verbleibt somit ein Eigenanteil von etwa 12,00 Euro.

Die Grippeschutzimpfung

Eine Grippeschutzimpfung ist bereits für Kinder ab dem 6. Lebensmonat möglich. Da die Grippeviren sich ständig verändern, muss die Impfung jährlich wiederholt werden – am besten im Herbst (Oktober bis Dezember). Die Impfstoffe werden den veränderten Viren kontinuierlich angepasst. Die Impfung ist in der Regel sehr gut verträglich. Personen mit Hühnereiweiß-Allergie dürfen jedoch nicht mit den herkömmlichen Impfstoffen geimpft werden. Der Impfschutz beginnt etwa 14 Tage nach der Impfung.

Weitere Antworten auf Fragen zur Grippeschutzimpfung finden Sie auf der Website des Robert Koch-Instituts.

So schützen Sie sich vor Grippe

Einen sicheren Schutz gegen Grippe gibt es nicht.
Zur allgemeinen Vorbeugung dienen alle Maßnahmen, die das Immunsystem stärken. Dazu gehören eine ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf und die Vermeidung von schädigenden Umwelteinflüssen. Vor allem für abwehrgeschwächte Menschen ist es ratsam, von Grippekranken Abstand zu halten und insbesondere in den Wintermonaten Menschenansammlungen zu meiden. Jeder sollte zudem grundlegende hygienische Regeln beachten, niemanden anhusten oder anniesen und möglichst auch das Händeschütteln vermeiden. Effektiv ist es, sich regelmäßig und ausgiebig die Hände zu waschen.

Informationen zur Grippe

Eine Grippe lässt sich anfangs manchmal nicht von einer gewöhnlichen heftigen Erkältung unterscheiden. In vielen Fällen beginnt sie jedoch ganz akut mit schweren Symptomen. Typisch sind plötzliches hohes Fieber bis 40 Grad Celsius in Verbindung mit Schüttelfrost, Schweißausbrüche, hoher Mattigkeit, starke Muskel- und Gelenkschmerzen sowie Kopfschmerzen. Die Grippe ist begleitet von schweren Erschöpfungszuständen. Die Atemwege sind mit starkem Husten, Schnupfen und Halsschmerzen in Mitleidenschaft gezogen. Nach Abklingen der akuten Krankheitszeichen fühlt sich der Betroffene noch etwa zwei bis sechs Wochen lang abgeschlagen und wenig belastbar.

Eine Grippe ist sehr ansteckend. Sie wird durch den direkten, manchmal flüchtigen Kontakt zu Erkrankten per Tröpfcheninfektion übertragen, also zum Beispiel beim Husten oder Niesen. In der Regel bricht eine Grippe ein bis drei Tage nach Kontakt mit einem Infizierten aus. Auch Personen, die zwar selbst schon infiziert sind, aber noch keine Beschwerden haben, können bereits ansteckend sein. Erst nach der fieberhaften Krankheitsphase, gewöhnlich nach drei bis fünf Tagen, endet die Ansteckungsgefahr.

grippale infekte

Von der Grippe zu unterscheiden sind Erkältungskrankheiten, sogenannte „grippale Infekte“, die durch völlig andere Virustypen hervorgerufen werden und nichts mit der echten Grippe zu tun haben. Diese einfachen Erkältungskrankheiten sind hinsichtlich Krankheitsschwere und -komplikationen wesentlich harmloser als die „echte“ Influenza.

Bei Kleinkindern entwickelt sich als Folge einer Grippeinfektion gelegentlich Pseudokrupp, ein entzündlicher Befall des Kehlkopfes mit bellendem Husten und Luftnot.

Da die Grippeviren das Immunsystem schwächen und die Schleimhäute der Atemwege schädigen, können Bakterien leichter in die Atemwege und die Lunge eindringen. So entsteht dann eine so genannte bakterielle Superinfektion, die sich auf die bestehende Virusgrippe setzt. Hiervon sind meist ältere Menschen über 60, Kinder unter vier Jahren sowie Personen mit Vorerkrankungen oder Abwehrschwäche betroffen. Sie entwickeln oftmals eine Lungenentzündung, die insbesondere bei abwehrgeschwächten und chronisch lungenkranken Menschen eine ernste, mitunter lebensbedrohende Gefahr darstellt.

Weniger häufig, aber unmittelbar lebensgefährlich sind eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) sowie eine Entzündung der Hirnhäute und des Gehirns (Meningoenzephalitis). Sehr selten werden Nerven geschädigt, sodass nach einer Grippeerkrankung zum Beispiel das Riechvermögen eingeschränkt oder sogar dauerhaft aufgehoben sein kann.

Obwohl eine Grippe auch symptomarm verlaufen kann, sind zum Teil schwere Komplikationen möglich.

Meist wird eine Grippe anhand der Symptome und durch das Wissen um eine örtliche Epidemie festgestellt. Eine eindeutige Diagnose kann nur durch einen Virusnachweis, zum Beispiel aus einem Nasen- oder Rachenabstrich, oder durch einen Antigennachweis in einer Blutuntersuchung gestellt werden. Da diese Tests Zeit brauchen, eine Therapie gegen die Grippe aber unmittelbar erfolgen sollte, kommen solche Untersuchungen nur bei schweren Verläufen und wenn Komplikationen auftreten zum Einsatz.

Bei vielen Erkrankten reichen Bettruhe und schmerzlindernde, fiebersenkende Maßnahmen zur Heilung aus. Wie bei allen fieberhaften Erkrankungen muss auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Zusätzlich können abschwellende Nasentropfen sowie schleimlösende und fiebersenkende Medikamente angewandt werden. Besteht der Verdacht auf eine bakterielle Superinfektion, werden Antibiotika eingesetzt. Innerhalb von 24 bis maximal 48 Stunden nach Einsetzen der Symptome kann eine Behandlung mit sogenannten Neuraminidase-Hemmern begonnen werden. Sie stoppen die Vermehrung der Viren und damit die Ausbreitung der Infektion im Körper. Allerdings wird die Wirkung der Neuraminidase-Hemmer und vor allem ihre tatsächliche Abkürzung der Erkrankungsdauer in letzter Zeit umstritten diskutiert.

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